Spanien – SchülerInnenaustausch

Schon zum zweiten Mal fand der Schüleraustausch mit einer spanischen Schule, in Kooperation mit der Hochtaunusschule, statt. Jeweils acht SchülerInnen der Hochtaunus- und Feldbergschule verbrachten eine Woche in Igualada, Spanien. Für die meisten der SchülerInnen war  dies der erste Aufenthalt in Spanien. Hier konnten sie ihre in der Schule erlernten Spanischkenntnisse direkt zum Einsatz bringen.

Lesen Sie nachfolgend den Bericht von Spanischlehrerin Mehtap Aslan:

Alles begann am 01. Februar 2019. Nur wenige Stunden nach der Zeugnisausgabe trafen sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler am Flughafen Frankfurt, um gemeinsam nach Barcelona zu fliegen. Nach einem kurzen und angenehmen Flug wurde die Gruppe von dem spanischen Lehrer Herr Torres herzlich am Flughafen von Barcelona empfangen und mit einem Bus an die Austauschschule Institut Pere Vives Vich gefahren. Als sie dort ankam, warteteten die spanischen Austauschschülerinnen und -schüler mit ihren Eltern schon gespannt auf ihre Austauschpartner. Da viele von ihnen bereits vorher Kontakt über WhatsApp hatten, war die erste Begegnung von einer großen Vorfreude geprägt.

Den zweiten Tag verbrachten die deutschen sowie spanischen Austauschschülerinnen und -schüler mit den involvierten Lehrkräften in Igualada. Herr Torres organisierte einen Spaziergang durch den historischen Kern sowie das Industrieviertel von Igualada, das insbesondere in der Vergangenheit als Lederproduktionsstandort bekannt war. Zwei große Firmen sind der Stadt wohl heute noch erhalten geblieben und stünden in Kooperation mit einigen namhaften Textilkonzernen.

Da es sich bei dem dritten Tag um einen Sonntag handelte, stand dieser den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Familien zur freien Verfügung. Das Besondere an dieser Austauschgruppe bestand darin, dass sie viele Unternehmnungen gemeinsam anstrebte. Man nahm Rücksicht auf die Interessen der einzelnen Gruppenteilnehmer und organisierte private Ausflüge beispielsweise nach Sitges, einem wunderschönen Küstenort am Mittelmeer, oder nach Montserrat, dem imposanten Kloster auf dem gleichnamigen Berg nicht unweit von Igualada.

Die deutschen Schülerinnen und Schüler besuchten auch gleich mehrmals das Institut Pere Vives Vich und nahmen am dortigen Unterricht teil. Mit dem Austausch erhielten sie somit nicht nur einen Einblick in das Leben einer spanischen bzw. katalanischen Familie sondern auch in das dortige Schulleben mit den dazugehörigen Unterrichtsfächern.

Was wäre aber ein Besuch in Katalonien ohne einen Besuch der regionalen Hauptstadt?

Unter Berücksichtigung dieser Frage ging es an dann am fünften Tag nach Barcelona, welche die jungen Menschen sehr begeisterte. Bei strahlend blauem Himmel und viel Sonnenschein begaben sich die deutschen und spanischen Austauschschülerinnen und -schüler samt ihrer Lehrer auf die Spuren von Antoní Gaudí, einem der bekanntesten katalanischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Das Stadtbild Barcelonas ist geprägt von seinen Kunstwerken, welche vom Parc Güell, zur Sagrada Familia bis hin zur Casa Milà sowie der Casa Batlló reichen. Insbesondere vor der Sagrada Familia, die angeblich im Jahre 2026 passend zum 100. Todestag ihres Architekten Antoní Gaudí vollendet werden soll, wurden viele Erinnerungsbilder gemacht. Der sonnige Tag wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen sowie einem Spaziergang über die Las Ramblas abgerundet, bevor es schließlich wieder nach Igualada ging.

Der sechste und siebte Tag standen ganz im Zeichen der Lederproduktion in Igualada. Hier erhielten die deutschen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an zwei Exkursionen teilzunehmen, die ihnen die Grundlagen der Lederherstellung näher brachten: Die erste Exkursion beinhaltete einen Besuch der Universitat de Lleida, welche auch einen Standort in Igualada hat. Wussten Sie, dass der Campus in Igualada den Masterstudiengang Ledertechnik anbietet? Die zweite Exkursion ging dann ins benachbarte Ledermuseum.

Einen runden Abschluss fand der Austausch mit einem kleinen gemeinsamen Picknick, zu dem belegte Brote aber auch typische spanische Speisen wie die Tortilla Española mitgebracht wurden. Die Austauschschülerinnen und -schüler und auch die involvierten Lehrer aßen zusammen und unterhielten sich, ehe der Austausch am späten Nachmittag zu Ende ging.

Am Ende der einwöchigen Austauschfahrt kann festgehalten werden, dass die Gruppe sehr stark zusammenwuchs und sich echte Freundschaften bildeten, die trotz der Distanz auch in Zukunft hoffentlich noch bestehen bleiben.

Die deutsche Austauschgruppe freut sich sehr darauf, den spanischen Gegenbesuch am 04. April in Oberursel willkommen zu heißen.

Mehtap Aslan