Biodynamischer Landbau

Wie biodynamischer Landbau funktioniert erkundete die Klasse 10 BBV-1, Schwerpunkt Einzelhandel, auf dem Dottenfelder Hof in Bad Vilbel. Die SchülerInnen benötigen diese Informationen, um den von ihnen am Campus betriebenen Kiosk mit nachhaltig angebauten Waren bestücken zu können, gemäß dem Motto “gesunde, bewegte und rauchfreie” Schule.

Dass dieser Ausflug nicht nur reichlich Informationen bot, sondern auch viel Spaß machte, wurde spätestens bei der Begegnung mit den Tieren deutlich. Denn Kuh Hatatitla präsentierte sich mit ihrem süßen Kälbchen-Nachwuchs.  Die SchülerInnen erfuhren in diesem Zusammenhang viele Informationen rund um den Lebenszyklus einer Milchkuh, beispielsweise in welchen Zeiträumen und wie oft eine Kuh kalbt, wieviel Milch sie täglich gibt (bei Hatatitla sind das stolze 16 Liter) und was sie frisst. Der Dottenfelder Hof in Bad Vilbel versorgt 80 Kühe, deren Milch für die hauseigene Milch- und Käseproduktion verwendet werden. Nicht zuletzt ist sogar der Mist, den das Milchvieh produziert, sehr wertvoll für die Düngung der Felder.

Dass so ein Hof neben einer Ausbildung in der Landwirtschaft auch ganz andere Möglichkeiten bietet, wurde deutlich beim Besuch der Bäckerei und Konditorei sowie dem Hofladen, denn dort werden jeweils angehende Bäcker, Konditoren und Verkäufer ausgebildet. Und wer sich noch nicht so ganz sicher ist, welche Ausbildung er antreten möchte, kann auf dem Dottenfelder Hof auch ein Praktikum oder freiwilliges soziales Jahr absolvieren.

Die Lehrerinnen Christel Kunz und Susanne Mies, sowie die Sozialpädagogin Christiane Günther-Mey, fassen zusammen: “Auf dem Dottenfelder Hof ist es möglich, nachhaltige Landwirtschaft direkt mit allen Sinnen kennen zu lernen.  Dank der interessanten Führung erhalten die Schülerinnen und Schüler dabei gleichzeitig viele wichtige Hintergrundinformationen zur Organisation eines Bauernhofs. An diesem Tag wird deutlich, wie viel Aufwand und Arbeit es bedeutet, Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Käse sowie Backwaren herzustellen. Beim Kauf der nächsten Milchpackung, der Butter oder des Brötchens entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein tiefergehendes Bewusstsein für diese Produkte und deren Herstellungskette. Darüber hinaus freuen sie sich, ihren Kiosk-Kunden demnächst besonders gut schmeckende Bio-Produkte anbieten sowie die eine oder andere Information darüber weiter geben zu können.”