Bärenherz-Hospiz-Präsentationen

Damit die SchülerInnen wissen, wohin die Gelder des Spendenlaufs am 11.9. gehen werden, gaben acht MitarbeiterInnen des Kinderhospizes Bärenherz aus Wiesbaden in 12 Klassen einen Einblick in ihre Arbeit. Am Montag, den 02. September 2019 präsentierten sie an der Hauptstelle und dem Campus der Schule ihre Einrichtung und sprachen über die zahlreichen Angebote, welche die Stiftung Baerenherz Kindern ermöglicht. Aufgenommen werden Kinder, welche die Diagnose unheilbar und lebensverkürzt erhalten, also das Erwachsenenalter wahrscheinlich nicht erreichen werden.

Am Campus sprachen die ehrenamtliche Mitarbeiterin Anne Ullmann und die Verantwortliche Priska Metten über die Einrichtung, die maximal 10 Plätze für schwerstkranke Kinder in Wiesbaden bereit hält. Anders als in Hospiz-Einrichtungen für Erwachsene, sei sie häufigste Form der Aufnahme der sogenannte “Entlastungsaufenthalt”. Ziel sei es, dass die Familie wieder einmal durchatmen und sich für ein paar Tage oder Wochen in Gemeinschaft erholen kann.

So könnten Geschwisterkinder, gesund und krank, beispielsweise gemeinsam musizieren oder ein Bällebad oder Ähnliches erleben. Auch sei es möglich, dass Geschwisterkinder, die aufgrund der Krankheit weniger Beachtung durch die Eltern gefunden haben, hier stärker wieder in der Focus rücken. Das Hospiz biete den Rahmen, damit Eltern wieder Kräfte tanken, sich entspannen oder auch einfach nur einmal wieder eine Nacht durchschlafen können, damit die gesamte Familie davon profitieren kann.

Sensibel berichteten die Helferinnen aber auch von der Palliativ-Station und den Abschieden und Ritualen, die nach dem Tod eines Kindes stattfinden. Ein kurzer historische Rückblick auf die Anfänge der Hospizbewegung in England und Deutschland rundete den Vortrag ab. Das anwesende SchülerInnen-Publikum hörte konzentriert und interessiert zu. Fragen konnten gestellt werden. 

Wir danken den MitarbeiterInnen von Bärenherz Wiesbaden für diese Vortragsreihe.