Industriegeschichte Oberursels

In die interessante Industriegeschichte Oberursels tauchten drei Leistungskurse Wirtschaftslehre der 12. Klasse (Q1) ein während eines  Spaziergangs am oberen Mühlenwanderweg. Stadführerin Unger sowie die Fachlehrkräfte für Wirtschaftslehre und Tutoren Volker Nölle, Florian Schwarz und Heiko Rohde informierten die SchülerInnen über den Produktionsstandort Oberursel aus einer historischen, sozialen und betriebswirtschaftlichen Perspektive.

Das Thema  “Produktion – Von der Produktidee, über Einzelfertigung bis zur Massenfertigung” ist im Lehrplan des Faches Wirtschaftslehre für die Qualifikationsphase 1 (erste Hälfte des 12. Schuljahres im Beruflichen Gymnasium) verbindlich vorgeschrieben. Und ein solches Thema direkt vor Ort mit Leben zu füllen, machte den SchülerInnen eindeutig mehr Spaß, als nur trockene Theorie zu hören.

Los ging es an der Feldbergschule, Ziel war die Fabrik von Rolls Royce an der Hohemarkstraße.

Der erster Haltepunkt lag gegenüber der Schule: die Christuskirche.

Selbst jenen SchülerInnen, die vor wenigen Jahren dort zur Konfirmation gingen, war nicht bewusst, dass auch die Christuskirche Ausdruck einer wirtschaftlichen Entwicklung Oberursels ist: So waren es vor allem evangelische Unternehmerfamilien, die im einst katholischen Oberursel ab 1850 großzügig spendeten, um eine evangelische Kirche bauen zu können – ein Ausdruck bürgerlichen und unternehmerischen Engagements.

Danach ging es zum Rathaus, wo der Jürgen-Ponto Brunnen zur Auseinandersetzung mit der wirtschaftspolitischen Zeit der 1970-er Jahre einlud.

Im Vortaunusmuseum brachte die Leiterin des Museums, Frau Messer, den SchülerInnen die soziale Lage Oberursels als Arbeitsstandort für viele Menschen aus dem Taunus nahe.

Die SchülerInnen konnten darüber hinaus die Produktionsmethoden mittelalterlich wirkender Mühlenarbeit mit der industrieller Fertigung in Spinnereien vergleichen.

Fazit: Oberursel bietet, als Stadt der Mühlen, eine aufregende Produktions- und Wirtschaftsgeschichte, in welche die SchülerInnen direkt und mühelos vor Ort eintauchen konnten.