Filmdreh “Finderlohn”: Set-Fotos

Am Aschermittwoch drehte die Film-Crew rund um Regisseur Massud Arash und Produzent Benedict Preis eine wichtige emotionale Szene für den Film “Finderlohn” in Raum 003 in der Feldbergschule, ihrer ehemaligen Ausbildungsstätte. Benedict Preis, Abiturjahrgang 2013, und Massud Arash, Höhere Handelsschule 2013, verbindet seit ihrer gemeinsamen Arbeit in der Film-AG die Liebe zu diesem Medium. Ihre damalige gemeinsame Produktion, der Kurzfilm “Bleib’ dran”, wurde 2013 unter die besten zehn Film im HR-Wettbewerb “Meine Ausbildung” nominiert und lief auf dem 4. Oberurseler Filmfestival.

Massud Arash entwickelte für “Finderlohn” das Drehbuch und koordiniert die künstlerischen Prozesse, er wird auch den Schnitt übernehmen. Benedict Preis (auf dem Bild mit Film-Klappe) kümmert sich um gesamte Organisation, beispielsweise passende Locations, Drehgenehmigungen etc. Insgesamt 9 Drehtage sind in dem “No-budget-Film” vorgesehen. Bereits abgedreht wurden die Filmszenen an der Hauptwache und dem Mainufer. Weitere Drehorte neben der Feldbergschule sind unter anderem das St. Katharinen Krankenhaus in Frankfurt und der Raunheimer See. Das Wetter spielte an einem Tag in Frankfurt nicht so recht mit, deshalb wich man kurzerhand nach Steinbach aus und nutzte eine Überführung als Drehort.

Mit dabei waren auch Kameramann David Braun, ehemaliger Schüler der Feldbergschule im Ausbildungsgang Lager, sowie der Steinbacher Tontechniker Sven Heinrich. David Braun hat bereits mehrfach Musik-Videos gefilmt, vor allem für Künstler aus der Rap-Szene. Sven Heinrich ist ebenfalls im Musikgenre aktiv und arbeitet unter anderem mit Pop-Künstlern zusammen.

Später kam auch noch die Hauptdarstellerin des Films dazu, Amrita Cheema, welche bereits mit Moritz Bleibtreu in der Literatur-Verfilmung “Lippels Traum” spielte. Sie schauspielert bereits seit ihren Kindertagen in unterschiedlichen Filmproduktionen, kommt ursprünglich aus München und studiert derzeit an der Filmhochschule in Dieburg den Studiengang “Motion Picture”. Sie saß an den Drehtagen an der Hauptwache bis zu 8 Stunden auf dem Boden und mimte eine Obdachlose – und dies offensichtlich so gut, dass Passanten Mitleid mit ihrer Situation hatten und ihr mehrfach Geld in den Sammelbecher werfen wollten.

Ein weiterer Feldbergschüler ergänzte das Ensemble, Philip Hermanni, Abiturient Jahrgang 2013. Er übernahm die Rolle des Polizisten in der Justizvollzugsanstalt – mit einer eigens aus dem Theaterfundus entliehenen Uniform.

Am Set war noch Orcun Kayalioglu, welcher ebenfalls eine Schauspielrolle in dem Film übernahm.

Der Film ‘Finderlohn’ handelt von der Obdachlosen Lina (dargestellt von Amrita Cheema), die einem jungen Mann namens Massud (gespielt von Massud Arash) 20 € wiederbringt, die dieser verloren hat. Massud ist von dieser Geste beeindruckt und verliebt sich in sie, nachdem er sie zum Dank zum Essen ausgeführt hat. Lina scheint mit Massud nun endlich einen Weg aus der Obdachlosigkeit gefunden zu haben. Doch es gibt zwei Geheimnisse um Massud, die Lina nicht kennt….

Am Aschermittwoch absolvierten die Filmschaffenden in der Feldbergschule neben ihren Dreharbeiten auch Presseinterviews und Fototermine mit lokalen Medien.

Ein Artikel zu diesem Filmdreh erschien am 28. Februar 2020 in der Taunus Zeitung unter dem Titel “Die ‘Feldi’ wird zum Gefängnis”, geschrieben von Christine Sarac.