Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im I.G.-Farben-Haus

Anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus, des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz, und im Zusammenhang mit der Lektüre des Romans „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink im Deutschunterricht begab sich am 27.01.2020 die Klasse 12 FO-5 auf einen Lehrausflug zum Campus Westend in Frankfurt am Main.

Im IG-Farben-Haus bekamen die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, einen Einblick in die Geschichte des Campus-Geländes, des IG-Farben-Konzerns sowie seines ehemaligen Hauptsitzes – des „Palastes des Geldes“ – zu erhalten.

Nach einem kurzen Vortrag zur Wirtschaftsgeschichte und Geschichte, insbesondere zu den Verbindungen zwischen Frankfurt am Main und Auschwitz in der NS-Zeit und ihrer Aufarbeitung in der Nachkriegszeit, konnten die Teilnehmenden die Dauerausstellung „Kriegsindustrie und Massenmord“ sowie die temporäre Ausstellung „Josef Mengele und die Goethe-Universität“ besuchen.

Erkundet wurden die Gedenkplatten für die Opfer der NS-Diktatur und des Zweiten Weltkrieges sowie die Fototafeln im Park des I.G. Farben-Hauses, die den ehemaligen Zwangsarbeitern des IG-Farben-Konzerns und zugleich den Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz Buna/Monowitz gewidmet sind.

Den späten Nachmittag verbrachten die Schülerinnen und Schüler bei dem wissenschaftlichen Vortrag „Beschämender Anblick“, den das Präsidium der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut organisiert hatte

Ulrike Weckel, Historikerin und Professorin für Fachjournalistik Geschichte, befasste sich in ihrem Vortrag mit den Reaktionen des deutschen Publikums 1945/46 auf die Filme über die befreiten Konzentrationslager, die die Alliierten in Auftrag gegeben hatten.

Die SchülerInnen hörten interessiert zu und zeigten großes Interesse an der kritischen Auseinandersetzung mit diesen Thema. Organisiert wurde der Lehrausflug von Deutschlehrerin Dr. Katarzyna Glowalla.

Foto der Ausstellung: Dr. Katarzyna Glowalla.